Neuer Job, neue Sprache, neues Glück (?)

Besser kann man wohl seinen ersten Blog nicht anfangen.

5 Jahre lang habe ich jetzt als PHP Entwickler gearbeitet, vier davon professionell in einer Agentur und eines zuvor von Zuhause. In der Zeit habe ich diverse Patterns, Herangehensweisen, „best practices“ und Weiteres gelernt. Aber was viel wichtiger ist, ich wurde immer vertrauter im Umgang mit PHP, lernte Funktionen und Eigenheiten kennen und auch wenn ich immer wieder vor neuen Problemen stand, irritiert von manchen Sachen war, lernte ich es lieben. Bis vor kurzem dachte ich noch, die nächsten Jahre würde es so weiter gehen. Doch komme wie es wolle, sitze ich nun in einem neuen Büro, in einer neuen Firma, mit einer neuen Sprache konfrontiert.

Ruby und damit Ruby on Rails und als wäre eine neue Sprache samt Framework nicht genug, kommt ein neues System mit dazu, Shopify. Ich erinnere mich noch genau an meine ersten Tage zurück, an denen ich anfing erste Zeilen PHP-Code zu schreiben… in gewisser weise fühle ich mich in genau diese Zeit zurück versetzt. Meine erste Arbeitswoche bestand aus Lesen von Dokumentationen, Lesen von Guides Lesen von allem was mir in die Finger viel, begleitet von verzweifelten Blicken durchs Büro auf der Suche nach Hilfe. Ich probierte alles aus was ich gelesen habe, immer mit der Frage im Hinterkopf „Ist das jetzt so, wie man es machen muss?„.

Wie das in Agenturen üblich ist, gab es schon nach den ersten zwei Tagen ein Projekt für mich. Es sollen Kundendaten über eine ShopifyApp, aus unterschiedlichen Stores, mit einem CRM synchronisiert werden. Meine erste Reaktion darauf war:
Hey cool, ein richtiges Projekt, besser kann ich mich doch gar nicht einarbeiten.„.
Im Nachhinein würde ich diesen Gedanken wohl revidieren müssen. Denn neben den bereits erwähnten Neuheiten, muss ich mich nun zusätzlich noch in eine fremde CRM-API einlesen, Shopify’s REST-API studieren und darüber hinaus GraphQL lernen. Auf Grund von Rate-Limit Umständen muss in diesem Projekt die GraphQL-API mit Shopify’s REST-API kombiniert werden, um so bestehende Nachteile beider Lösungen zu umgehen.

Fassen wir also kurz zusammen:

  • Neuer Arbeitgeber
  • Neue Strukturen und Hierarchien
  • Neue Sprache
  • Neues Framework
  • Neues System
  • Fremdsysteme
  • Neue Datenbankabstraktion

Für eine erste Woche gar nicht mal so schlecht, aber ich sehe der Zukunft positiv entgegen! 🙂
Immerhin lässt sich Ruby dank zahlreicher Quellen und ausführlicher Dokumentationen sehr schnell lernen. Ob Ruby auf lange Sicht PHP von seinem Platz in meiner Liste verdrängen wird, wird sich zeigen. Eine Chance möchte ich dem ganzen allerdings einräumen.